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Gartenteich-Tipps

Die wichtigsten Wasserwerte pH, KH, GH, NO2: So sollen sie sein

von Isabel König - 20 Apr, 2022

Die wichtigsten Wasserwerte pH, KH, GH, NO2: So sollen sie sein

Machst du dir Sorgen um deinen Teich, lieber Gartenteichbesitzer? Ist das Wasser trüb, schimmert es grün, wachsen Algen im Übermaß, geht es gar den Fischen nicht gut? Was ist die Ursache? Jetzt ist es spätestens an der Zeit, zu handeln - und zwar, indem du Wasserwerte misst und die Ergebnisse richtig interpretiersr. Wir liefern dir das Hintergrundwissen dazu, denn ein bisschen Grundverständnis von Wasserwerten ist wichtig, damit du einschätzen kannst, ob hinter dem unschönen Symptom ein echtes Problem mit Ihrem Gartenteich, Koiteich oder Schwimmteich steckt.

Hast du die Wasserwerte schon gemessen (siehe dieser Artikel hier im Aquabasics-Blog)? Falls nicht, bestelle gleich unsere günstigen Multiteststäbchen im 50er Set - sechs Wasserwerte auf einmal bestimmen, kinderleicht und schnell. 

Der ideale pH-Wert für den Gartenteich

Mit dem pH-Wert wird der Säuregrad des Wassers bezeichnet. Ein pH-Wert von 7  ist neutral, also weder basisch noch sauer. Ideal für Fische und Pflanzen im Teich sind Werte zwischen 7 und 8, wobei leichte Schwankungen (morgens ist der ph-Wert meist niedriger als abends) in einem Toleranzbereich von 6,5 bis 8,5 vertretbar sind. Liegt der ph-Wert noch niedriger oder höher, solltest du eingreifen.  Bitte beachte: Jeder Fisch in deinem Teich hat einen bestimmten pH-Wert-Anspruch, je nach seiner Herkunft.

Es ist wichtig, dass du dich über den benötigten pH-Wert deiner Zierfische genau erkundigst, beispielsweise bei deinem Zoofachhändler oder Aquarienfreunden. Denn das Teichwasser muss dann auf diesen pH-Wert eingestellt werden, damit die Fische sich wohl fühlen.

Was ist die ideale KH (Karbonathärte) im Teich?

Hinter Karbonathärte  (dem KH-Wert) verbirgt sich die Fähigkeit, Säure im Wasser zu binden – schon das macht deutlich, dass KH-Wert und pH-Wert voreinander abhängen. Vereinfacht gesagt, stabilisiert ein guter KH-Wert den pH-Wert und liefert die für Pflanzen und Tiere notwendige Mineralisierung. Wir empfehlen dir für deinen Gartenteich eine Karbonathärte zwischen 6 und 10 °dH (deutscher Härte). Bei weniger als 6 °dH wird der pH-Wert instabil. Eine gut eingestellte Karbonathärte ist übrigens auch Voraussetzung für den Einsatz vieler Pflegemittel.

Wie sollte die GH (Gesamthärte) sein?

Anders als der Name vermuten lässt, hat die Gesamthärte nichts mit der Karbonathärte zu tun und muss separat bestimmt werden. Allerdings sorgt die richtige Gesamthärte (zwischen 5 bis 14°dH) genauso wie die Karbonathärte dafür, dass der pH-Wert des Teiches stabil bleibt – wichtig für die biologischen Selbstreinigungsprozesse.

Welche Nitrit (NO2) und Nitrat (NO3)-Werte im Gartenteich?

Bei diesen Elementen macht es die Menge: Eigentlich sind Nitrat und Nitrit „nur“ Nährstoffe. Nitrit ist allerdings schon in geringen Mengen giftig für Fische, Nitrat ein kraftvoller Dünger (vor allem für schnellwachsende Algen). Beide Stoffe entstehen durch Zersetzungsprozesse und werden wiederum durch „gute“ Bakterien zu Stickstoff aufgespalten. Ein Nitrat-Wert über 30 mg/l gilt als kritisch, beim Nitrit sollen 0,1 mg/l nicht überschritten werden. Behalte Sie deswegen diese beiden Werte auch immer Auge. Sie zeigen dir auf, ob der Schadstoffabbau in deinem Teich gut funktioniert oder ob du eingreifen musst.

Schlechte Wasserwerte? Algenprobleme? Ein (Teil-)Wasserwechsel schafft Abhilfe. Darum geht es in der nächsten Folge unserer Serie zur Wasserqualität im Gartenteich. 

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